29.11. Diskussion zur sog. “Kurzen Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken” mit Peter Nowak im Politsalon im Vetomat um 20Uhr

29.11.

Diskussion zum neuen Buch von Peter Nowak

um 20Uhr

Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autor und freien Journalisten Peter Nowak zu seinem neuen Buch:
“Kurze Geschichte der Antisemitismusdebatte in der deutschen Linken”
(http://www.edition-assemblage.de/kurze-geschichte-der-antisemitismusdebatte/).

Kontroverse Meinungen und deutliche Kritik sollen hier zu Wort kommen und können mit Peter Nowak (PN) selbst direkt diskutiert werden, der sich der Diskussion stellt.

Moderiert von den OrganisatorInnen des Politsalons im Vetomat (www.politsalon.tk).
Link: http://peter-nowak-journalist.de/neues-buch/

Peter Nowak schreibt, als freier Journalist, u.a. für die Jungle World, Konkret, Neues Deutschland, taz und kleinere Zeitschriften und Zeitungen wie die Mieter Echo, etc.. Außerdem ist er in politischen Gruppen, Organisationen und Zusammenhängen aktiv, wie den InterKom und der NAO.

Zur Kritik an dem doch recht kurzen Band, vgl. z.B. die Rezension von Olaf Kistenmacher auf: http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/Peter-Nowak-Kurze-Geschichte-der.html

http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/IMG/pdf/Rez-Kistenmacher-Nowak-Antisemitismusdebatte-2013.pdf (PDF)

Rezensionen und Kritik hat der Autor (PN) aber auch schon selbst auf seiner Website (Blog) abgebildet.

Eine Kritik z.B. aus einer ganz anderen Perspektive (Richtung) ist die die in der AK (Analyse und Kritik) erschienen ist, siehe Weblog von PN.

I. Bemerkung:
Dazu, zur geplanten Veranstaltung, ist zu bemerken, daß wir harsche Kritik und verbale Auseinandersetzungen sehr schätzen, aber sehr darum bitten sachlich zu bleiben und in diesem Rahmen nicht zu persönlich zu werden. Wenn es noch etwas anderes zu klären gibt, dann macht das bitte woanders und unter Euch aus. Danke.

II. Bemerkung:
Wir – ein paar aus dem Zusammenhang des PS – würden den Text, des Buches, von Peter Nowak, nach einer ersten Sichtung erstmal als neues (2013) und bisweilen sogar doch tendenziöses Einstiegsheft in die leider doch nur recht skizzenhaft beschriebene Debatte und weniger den gesamten Diskurs, der in unseren Augen weitaus mehr als nur die sog. “deutsche Linke” betrifft, bezeichnen. Es scheint aber ein Versuch zu sein, sich wenigstens Ansatzweise (wieder/ oder vielmehr erst einmal) einer offeneren Diskussion anzunähern bzw. diese wieder aufnehmen zu wollen. Eine eigentlich zu begrüßend scheinende Geste, wenn auch noch viel Kritik am (verkürzten) Inhalt und der Sichtweise des Diskurses notwendig ist.

Darum interessiert uns sehr was andere Leute dazu zu sagen haben. Denn das Thema wurde damit ja wieder einmal mitten aufs Debattenparkett gebracht. Wenn es denn je davon abseits hätte liegen können.
Denn unserer Ansicht nach, ist das Thema (nach ’45) viel zu zentral und auf die eine oder andere Art und Weise als konsitutiv zu begreifen, für jede moderne (und postmoderne) Linke die sich, unserer Meinung nach, eine solche nennen oder so genannt werden möchte.

Die Moderation

www.politsalon.tk

https://ps.vetomat.net/index.php/2013/10/22/29-11-diskussion-zur-sog-kurzen-geschichte-der-antisemitismusdebatte-in-der-deutschen-linken-mit-peter-nowak/

22.2.13 – heute: Politsalon 19Uhr – Wie bitte? Sprachkritik vs. Sprachpolitik

Vortrag von Jakob Blumtritt: Wie bitte? Essay zu Sprachkritik vs. Sprachpolitik

Anhand eines Essays wird dargestellt, was einem an Sprachkritik und Sprachpolitik aufgeht. Dabei wird versucht, zugegebenermaßen wird man sich das als eine Voreingenommenheit leisten, zu zeigen, dass Sprachkritik und Sprachpolitik nicht glücklich miteinander synthetisiert werden können.Obendrein wird gezeigt, dass für das Interesse, sich als jemand Denkendes und Handelndes innerhalb von Kritik und Krisis der Gesellschaft zu bewegen, Sprachkritik, bzw. Ideologiekritik unverzichtbar ist, hingegen auf Sprachpolitik, auch linke, getrost verzichtet werden kann. Denn Sprachpolitik simuliert Kritik, indem sie nur noch mit jenem Nominalismus vorgeht, der „zum bürgerlichen Urgestein“ [Adorno] gehört. Seine Ambivalenz mag jedoch im Unterschied zum bürgerlichen Nominalismus von einst, nun nicht mehr vom Druck der Autorität des Begriffes befreien, sondern empfindet nun die Arbeit am Begriff selbst bereits als ein Druck, gegen die man sich qua Sprachpolitik richtet. Die Aufklärung, die linke Sprachpolitik dabei einem anbietet, ist nur noch dem Gehalt nach ein Appell an die Einzelnen, sich ja zu engagieren, in dem sie sich dem „irrationalen Primat der Praxis“ [Adorno] beugen. Dies initiiert nichts weiter als eine ambivalente Welt des Selbstbetrugs und der Selbstgerechtigkeit, die sich nur noch durch „Hypostasis am Partikularen“ [Adorno] behauptet.

Quelle/Auszug: Einführungsvortrag von Jakob Blumtritt: Wie bitte? Essay zu Sprachkritik vs. Sprachpolitik.

Vortrag und Diskussion heute Abend im Gespräch des Politsalons am 22.2.13 ab 19Uhr im Vetomat. Scharnweberstr. 35, 10247 Berlin – Friedrichshain.

http://politsalon.fr.ms/